SMS: unfreiwillig abgekürzt
© Beobachter 2010/Otto Hostettler
Wer beim SMS-Schreiben speziellere Zeichen wie etwa ë, ê, ô, ç verwendet, verkürzt die SMS-Zeichenzahl von 160 auf 70.
Die Verwunderung kam mit der Handyabrechnung Anfang Jahr: Die Zahl verschickter Kurzmitteilungen war bei Alfons Bachmann an den Festtagen sprunghaft gestiegen. Grund: Wünschte er «joyeux noël», teilte sein Handy die SMS ungefragt auf zwei oder gar drei Meldungen auf. Diese musste er der Swisscom dann auch bezahlen.
Immer wenn ein etwas spezielleres Zeichen wie etwa ë, ê, ô, oder ç verwendet wird, verkürzen viele Geräte die SMS-Zeichenzahl von 160 auf 70. Solche Zeichen brauchen zur Übermittlung mehr Platz, sagen Hersteller. Swisscom-Sprecherin Myriam Ziesack dazu: «Wir haben Gerätehersteller schon früher darauf aufmerksam gemacht. Unser Handlungsspielraum ist aber begrenzt.»
Bei Nokia heisst es lapidar, Nutzer müssten beim SMS-Tippen eben den «Zeichencountdown» beachten, um zu sehen, wann eine SMS aufgesplittet werde. Es gibt einen Trick, um die Aufteilung zu verhindern: Man kann das Handy manuell auf den Code der reduzierten Zeichendarstellung umstellen (siehe unten). Aus «à bientôt» wird dann «a bientot».
So können die viele Handy eingestellt werden, dass sie Sonderzeichen nur beschränkt unterstützen:
1. Möglichkeit
→ Menü
→ Mitteilungen
→ Einstellungen
→ reduzierte Zeichenunterstützung
2. Möglichkeit
→ Optionen
→ Sendeoptionen
→ Zeichencodierung: eingeschränkt
unterstützen (oder ähnlich)
Den vollständigen Artikel lesen Sie im Beobachter 2/2010
Gut zu wissen!
Ich selber verwende zwar nur sehr selten solche Sonderzeichen. Trotzdem kann dies böse enden, wie man hier gesehen hat. In Zukunft – so bin ich zumindest der Meinung – werden sich mit den aufkommenden Smartphones und Co. sowieso andere Kommunikationsformen etablieren, so dass wir eines Tages unseren Enkelkindern von der damaligen primitiven Technik namens SMS erzählen werden.
Andreas Hobi
17. Mai 2010 um 12:30