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	<title>Otto Hostettler&#039;s Blog</title>
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		<title>Spionage: Nestlé kann sich kaum erinnern</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 20:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Otto Hostettler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nestlé möchte sich am liebsten nicht mehr an die Details erinnern, wie die Securitas in ihrem Auftrag drei Spioninnen in globalisierungskritische Kreise einschleuste.  Der Spionagefall Nestlé hat die Hauptakteure doch noch eingeholt: Securitas und Nestlé müssen sich gegenwärtig vor dem Lausanner Bezirksgericht wegen möglicher Persönlichkeitsverletzungen und Verletzung des Datenschutzes verantworten. Während Jahren spionierten zwei Frauen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=1058&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nestlé möchte sich am liebsten nicht mehr an die Details erinnern, wie die Securitas in ihrem Auftrag drei Spioninnen in globalisierungskritische Kreise einschleuste. </strong></p>
<p>Der Spionagefall Nestlé hat die Hauptakteure doch noch eingeholt: Securitas und Nestlé müssen sich gegenwärtig vor dem Lausanner Bezirksgericht wegen möglicher Persönlichkeitsverletzungen und Verletzung des Datenschutzes verantworten. Während Jahren spionierten zwei Frauen eine Lausanner Autorengruppe der globalisierungskritischen Organisation Attac aus. Diese Autorengruppe veröffentlichte 2004 ein kritisches Buch über den Nahrungsmittelmulti. Was die Globalisierungskritiker nicht wussten: In ihrem Kreis war eine Angestellte von Securitas, sie rapportierte regelmässig an die Sicherheitsfirma und an Nestlé. Die Frau mit dem Pseudonym Sara Meylan wurde später von einer zweiten Spionin ersetzt, diese war noch bis 2008 bei Attac aktiv, behauptete aber, nur bis 2005 für Securitas tätig gewesen sein. Die Vorgesetzte von «Sara Meylan» wiederum infiltrierte nebenbei eine andere linke Gruppierung. Diese dritte Spionin flog erst 2008 auf.</p>
<p>Jetzt fordern die bespitzelten Attac-Mitglieder von Securitas und Nestlé 27&#8217;000 Franken Schadenersatz und die Herausgabe aller über sie gesammelten Akten. Gestern mussten in diesem Spionagefall verschiedene Akteure vor dem Lausanner Bezirksgericht erscheinen. Drei ehemalige Kadermitglieder von Nestlé antworteten auf die Fragen der Attac-Anwälte nur einsilbig, wollten sich an wenig konkretes mehr erinnern können oder stritten ab, überhaupt von der Überwachungsaktion gewusst zu haben.</p>
<p>Der damalige Nestlé-Generalsekretär Bernhard Daniel gab zwar zu, Securitas ein «Spezialmandat» übertragen zu haben, um die Sicherheit zu verstärken. Wer genau überwacht werden sollte, habe er aber nicht gewusst. Er habe die Rapporte von Sara Meylan gelesen, konnte sich jetzt aber nicht mehr erinnern, was er damit getan hatte. Auf hartnäckige Nachfragen der Attac-Anwälte reagierte der frühere Nestlé-Generalsekretär unwirsch: «Das ist acht Jahre her und ich hatte noch anderes zu tun». <a href="http://ottohostettler.wordpress.com/2008/07/09/wie-die-securitas-um-sich-greift/">Securitas gab sich bekanntlich keine Blösse.</a></p>
<p>Nestlés damaliger PR-Chef war noch wortkarger, beziehungsweise wusste gemäss eigenen Aussagen gar nichts über den Fall. «Ich war nie informiert, dass irgendjemand infiltriert werden sollte.» Die Rapporte der Spionin habe er nie gesehen. Pikant: Stattdessen hatte er Zugriff auf einen Textentwurf, den Sara Meylan für das kritische Nestlé-Buch geschrieben hatte. Von wem das Manuskript kam, habe er nicht gewusst, er habe es nur «korrigiert». Auch er sagte immer wieder: «Ich erinnere mich nicht.»</p>
<p>Sein Vorgesetzter bei Nestlé gab immerhin an, die Spionagerapporte vom firmeninternen Sicherheitsdienst erhalten zu haben. Aber sonst wusste auch er angeblich fast nichts: «Ich erhielt zwar die Rapporte, wusste aber nicht wer der Autor war.» Spannend hingegen, wie es überhaupt dazu kam: «Securitas informierte uns, dass sie jemanden platzieren konnten. Man bot uns an, Informationen zu liefern.» Nestlé griff zu. Von den anderen beiden Frauen, die für Nestlé Globalisierungskritiker bespitzelten, will der frühere Kommunikationschef nichts gewusst haben.</p>
<p>Als einzige der drei Spioninnen im Solde Nestlés trat vor dem Einzelrichter in Lausanne nur Sara Meylan auf. Die beiden anderen teilten dem Bezirksgericht schriftlich mit, dass sie nicht erscheinen würden, weil sie sich physisch bedroht fühlten. Sara Meylan erschien in schwarzer Punkerkluft, gepierce Nase, pechschwarze Haare bis tief über die Augen, schwere Stiefel, Lederjacke mit Kapuzen-Shirt darunter.</p>
<p><a href="http://ottohostettler.wordpress.com/2012/01/17/nestle-arroganz-der-machtigen/">Meylan bestätigte vieles, was bereits bekannt war.</a> Dass sie für den in Lausanne stationierten Securitas-Mann Gilbert M. gearbeitet hatte. Dass sie nach dessen Abgang bei Securitas die Rapporte seiner Nachfolgerin ablieferte. Aufgehört habe sie schliesslich, weil sie den Druck des Doppellebens nicht mehr ertragen habe. Später, als der Fall durch eine Sendung des Westschweizer Fernsehens aufgedeckt wurde, habe sie dem Untersuchungsrichter Rapporte übergeben, weil sie unter einem enormen Druck gestanden habe.</p>
<p>Ein Teil dieses Spionagefalls ist allerdings bis heute ungeklärt: Wie nämlich ist der Fall überhaupt bei der Organisation Transparency international gelandet, die die Geschichte dem Westschweizer TV weiterreichte und somit publik machte? Nestlés Anwalt versuchte es auf die harmlose Tour, in dem er die eigene Informantin am Schluss der Einvernahme ganz nebenbei fragte, ob sie eigentlich an Transparency international gelangt sei. «Nein», sagte Sara Meylan keck.</p>
<p>Das Urteil in diesem Fall steht noch aus.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ottohostettler.wordpress.com/1058/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ottohostettler.wordpress.com/1058/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ottohostettler.wordpress.com/1058/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ottohostettler.wordpress.com/1058/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ottohostettler.wordpress.com/1058/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ottohostettler.wordpress.com/1058/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ottohostettler.wordpress.com/1058/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ottohostettler.wordpress.com/1058/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ottohostettler.wordpress.com/1058/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ottohostettler.wordpress.com/1058/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ottohostettler.wordpress.com/1058/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ottohostettler.wordpress.com/1058/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ottohostettler.wordpress.com/1058/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ottohostettler.wordpress.com/1058/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=1058&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Nestlé: Arroganz der Mächtigen</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 10:18:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Otto Hostettler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Nahrungsmittelmulti Nestlé liess jahrelang Globalisierungskritiker ausspionieren – und muss sich jetzt vor Gericht dafür erklären. Am liebsten schweigt sich Nestlé zu unbequemen Fragen am liebsten aus.  Das war schon 2008 so. Damals enthüllte das Westschweizer Fernsehen, dass der milliardenschwere Weltkonzern eine handvoll Globalisierungskritiker bespitzeln liess. Sie arbeiteten an einem Buch über den Nahrungsmittel-Multi. Über [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=1051&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Nahrungsmittelmulti Nestlé liess jahrelang Globalisierungskritiker ausspionieren – und muss sich jetzt vor Gericht dafür erklären.</strong></p>
<p><a href="http://ottohostettler.files.wordpress.com/2012/01/securitas.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1052" title="securitas" src="http://ottohostettler.files.wordpress.com/2012/01/securitas.jpg?w=700" alt=""   /></a>Am liebsten schweigt sich Nestlé zu unbequemen Fragen am liebsten aus.  Das war schon 2008 so. Damals enthüllte das Westschweizer Fernsehen, dass der milliardenschwere Weltkonzern eine handvoll Globalisierungskritiker bespitzeln liess. Sie arbeiteten an einem Buch über den Nahrungsmittel-Multi. Über die Sicherheitsfirma Securitas wurde eine Frau mit dem Pseudonym «Sara Meylan» in die Lausanner Gruppe von Attac eingeschleust. Sie arbeitete im kleinen Kreis mit – und notierte eifrig  von den Sitzungen. Die Informationen landeten direkt am Nestlé-Hauptsitz in Vevey.</p>
<p>Für die Aktion beauftragte Nestlé den Sicherheitskonzern Securitas. Der Beobachter zeichnete damals nach, wie der weitverzweigte Securitas-Konzern für der Bespitzelung vorging: Über die guten Verbindungen zur Bahnsicherheitsfirma Securitrans organisierte man der Nestlé-Spionin ein Halbtax-Abo. Als Adresse deponierte die Spionin bei den SBB die Anschrift des damaligen Chefs der Westschweizer Bahnpolizei. Mit diesem Ausweis wurde sie zur unverdächtigen Mitläuferin. Jeder andere SBB-Kunde hätte eine Identitätskarte vorweisen müssen – das Pseudonym wäre aufgeflogen (<a href="http://ottohostettler.wordpress.com/2008/07/09/wie-die-securitas-um-sich-greift/">«Wie die Securitas um sich greift»</a>).</p>
<p>«Sara Meylan» rapportierte nicht nur über die Arbeitsgruppe der Attac, sondern auch über andere Exponenten. Etwa wenn der brasilianische Umweltschützer Franklin Frederick in der Schweiz weilte und  über die aktuelle juristische Auseinandersetzung mit Nestlé in Brasilien berichtete. Die Spionin notierte etwa, dass Frederick nun bei den Kirchen anklopfen wolle, wann welche Sitzung stattfindet et cetera. Dazu lieferte die Agentin auch gleich die E-Mail-Adresse des Umweltschützers für den Fall, dass sich Nestlé für dessen Korrespondenz interessieren sollte. Und sie notierte auch ihre eigenen Auslagen. Einmal etwa trank sie eine warme Schokolade und ein Glas Eistee für total Fr. 6.80, dazu gab sie fünf Franken Kollekte für die Saalmiete aus. Spannend ist dieser Umstand deshalb, weil sich gleichzeitig der damalige Nestlé-Direktor <a href="http://ottohostettler.wordpress.com/2008/12/11/nestle-die-zwei-gesichter-des-herrn-d/">Roland Decorvet</a> in den Stiftungsrat des kirchlichen Hilfswerks HEKS wählen liess.</p>
<p>Jetzt muss sich Nestlé und Securitas doch noch für dieses fragwürdige Verhalten öffentlich rechtfertigen. Am 24. und 25. Januar stehen die beiden Firmen in Lausanne vor Gericht. Die Gruppe Attaq klagte Securitas und Nestlé ein, die Privatsphäre ihrer Mitglieder verletzt zu haben. Denn nach «Sraha Meylan» flog eine weitere Securitas-Angestellte auf: «Shanti Muller» infiltrierte für Securitas zwischen 2002 und mindestens bis 2005 weitere globalisierungskritische Organisationen. Sie wurde später sogar «Sarah Meylans» Vorgesetzte. Eine dritte Spionin war sogar noch 2008 bei Attac aktiv.</p>
<p>Die Strategie der beiden Grosskonzerne lautete bisher: Aussitzen. Sie verharmlosten die Bespitzelung, spielten das Ausmass herunter und beteuerten, mit dem Abgang von «Sarah Meylan» sei der Einsatz von Agenten beendet worden. Nestlé und Securitas gaben nur zu, was öffentlich bekannt wurde. Drei Jahre lang zog sich das Verfahren hin, jetzt ist die öffentliche Verhandlung terminiert. Die juristischen Winkelzüge und die Verzögerungstaktik der beiden Grosskonzerne hat ein Ende.</p>
<p>Das Strafverfahren wurde bereits im Sommer 2009 eingestellt. Der Grund: «Privatspionage» sei kein Straftatbestand. Jetzt steht aber der Zivilprozess an. Nestlé wird alles daran setzen, sich auch hier wieder elegant aus der Affäre zu ziehen. Doch ganz so spurlos wird dieser Prozess nicht am Nahrungsmittelmulti vorbei gehen. Zu gross wird die Aufmerksamkeit in den Medien sein. Die Details der Bespitzelung werden noch einmal ausgeleuchtet, Nestlé wird den Richtern und den Klägern Fragen beantworten müssen.</p>
<p>Ob Nestlé – juristisch gesehen – die Privatsphäre der Kritiker verletzt hat oder nicht, wird im bevorstehenden Prozess nicht der wichtigste Punkt sein: Das stetige Schweigen und Mauern des Konzern war bisher das Beste, was den Kritikern passieren konnte. Sie können nun noch einmal im medialen Schweinwerferlicht ihre gesamte Kritik am Nahrungsmittelproduzenten ausbreiten. Die Arroganz der Mächtigen könnte Nestlés grösstes Problem werden.</p>
<address>(Bild: www.securitas.ch)</address>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ottohostettler.wordpress.com/1051/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ottohostettler.wordpress.com/1051/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ottohostettler.wordpress.com/1051/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ottohostettler.wordpress.com/1051/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ottohostettler.wordpress.com/1051/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ottohostettler.wordpress.com/1051/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ottohostettler.wordpress.com/1051/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ottohostettler.wordpress.com/1051/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ottohostettler.wordpress.com/1051/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ottohostettler.wordpress.com/1051/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ottohostettler.wordpress.com/1051/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ottohostettler.wordpress.com/1051/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ottohostettler.wordpress.com/1051/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ottohostettler.wordpress.com/1051/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=1051&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Hürdenlauf durch die Gerichtsbehörden</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 19:11:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Otto Hostettler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jetzt habe ich es schwarz auf weiss: Ich bin im Strafregister NICHT verzeichnet. Erfahren habe ich dies, weil ich ein Recht wahrnehmen wollte, das mir verfassungsmässig zusteht. Jeder Urteilsverkündung ist öffentlich, hält die Bundesverfassung in Artikel 30 fest. Die Praxis des Bundesgerichts zeigt, was damit gemeint ist: Nicht nur die eigentliche «Verkündung» eines Urteils vor [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=1043&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jetzt habe ich es schwarz auf weiss: Ich bin im Strafregister NICHT verzeichnet. Erfahren habe ich dies, weil ich ein Recht wahrnehmen wollte, das mir verfassungsmässig zusteht.<br />
</strong></p>
<p><a href="http://ottohostettler.files.wordpress.com/2012/01/strafregister2.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1047" title="Strafregister" src="http://ottohostettler.files.wordpress.com/2012/01/strafregister2.jpg?w=430&#038;h=293" alt="" width="430" height="293" /></a>Jeder Urteilsverkündung ist öffentlich, hält die Bundesverfassung in Artikel 30 fest. Die Praxis des Bundesgerichts zeigt, was damit gemeint ist: Nicht nur die eigentliche «Verkündung» eines Urteils vor Gericht ist öffentlich, sondern auch früher gefällte Urteile. Mehr noch: Öffentlich sind auch Strafbefehle und Einstellungsverfügungen, also urteilsähnliche Beschlüsse von Untersuchungsbehörden, Staatsanwälten oder anderen Behörden</p>
<p>Doch nicht immer ist es mit der Umsetzung dieses verfassungsmässigen Anspruches im journalistischen Alltag so einfach. Als ich Einsicht in die Einstellungsverfügung im Verfahren gegen die mutmasslichen Hintermänner des Swissair-Anschlags von 1970 aus dem Jahr 2000 verlangte, mauerte die Bundesanwaltschaft. Erst auf einen Entscheid des Bundesstrafgerichts <a href="http://ottohostettler.wordpress.com/2010/10/14/bundesanwaltschaft-vernebeln-und-abwimmeln/">rückte die Bundesanwaltschaft das Papier heraus</a>.</p>
<p>In einem anderen Fall ersuchte ich um Einsicht in eine Anklageschrift in einem Gerichtsverfahren im Kanton St. Gallen. Dort musste ich mich mit einem administrativen Hürdenlauf zuerst «akkreditieren» – inklusive Lebenslauf und einer Bestätigung meines Arbeitgebers. Anschliessend teilte man mir mit, die Unterlagen könnten mir nicht elektronisch oder per Post zugestellt werden. Ich müsse sie persönlich vor Ort «einsehen». In einem Sitzungszimmer des St. Galler Obergerichts durfte ich schliesslich die Akten lesen.</p>
<p>Noch eine Stufe strenger mit Journalisten ist Basel-Stadt. Beim Appellationsgericht verlangte ich Einsicht in eine Anklageschrift, die bei den öffentlichen Gerichtsverhandlungen den anwesenden Journalisten in der Regel abgegeben wird. Ich wollte diese Unterlagen zu einem Verfahren einsehen, dass wenige zuvor öffentlich verhandelt worden war. Doch um Einsicht zu erhalten, musste ich mich zuerst beim Gericht «akkreditieren». Verlangt wurde: ein Auszug aus dem Strafregister. Quasi als Beweis für meine Integrität, meine Seriosität und wahrscheinlich das offensichtlich daraus resultierende staatstragende Verhalten. Voilà. Ich bin «im Strafregister nicht verzeichnet», heisst es da. In fünf Sprachen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ottohostettler.wordpress.com/1043/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ottohostettler.wordpress.com/1043/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ottohostettler.wordpress.com/1043/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ottohostettler.wordpress.com/1043/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ottohostettler.wordpress.com/1043/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ottohostettler.wordpress.com/1043/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ottohostettler.wordpress.com/1043/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ottohostettler.wordpress.com/1043/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ottohostettler.wordpress.com/1043/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ottohostettler.wordpress.com/1043/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ottohostettler.wordpress.com/1043/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ottohostettler.wordpress.com/1043/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ottohostettler.wordpress.com/1043/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ottohostettler.wordpress.com/1043/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=1043&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>So einfach funktioniert der Kokain-Schmuggel</title>
		<link>http://ottohostettler.wordpress.com/2011/12/22/so-einfach-funktioniert-der-kokain-schmuggel/</link>
		<comments>http://ottohostettler.wordpress.com/2011/12/22/so-einfach-funktioniert-der-kokain-schmuggel/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 07:37:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Otto Hostettler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Biel]]></category>
		<category><![CDATA[Cartel de la Costa Atlántica]]></category>
		<category><![CDATA[Dottore]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilientreuhänder]]></category>
		<category><![CDATA[Kokain]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Schweiz konsumiert jährlich rund 5 Tonnen Kokain. Die Nachfrage besorgen nicht nur «Bodypacker» mit verschluckten Fingerlingen, sondern auch Grossimporteure. Sie schmuggeln unverfroren hunderte  Kilos Kokain – als wärs die normalste Sache der Welt. Die Bananen-Connection. So einfach funktioniert der Import von Kokain: Man wählt ein Produkt, das täglich tonnenweise in die Schweiz eingeführt wird, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=1033&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Schweiz konsumiert jährlich rund 5 Tonnen Kokain. Die Nachfrage besorgen nicht nur «Bodypacker» mit verschluckten Fingerlingen, sondern auch Grossimporteure. Sie schmuggeln unverfroren hunderte  Kilos Kokain – als wärs die normalste Sache der Welt. Die Bananen-Connection.<br />
</strong></p>
<p><a href="http://ottohostettler.files.wordpress.com/2011/12/kokserin.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1034" title="kokserin" src="http://ottohostettler.files.wordpress.com/2011/12/kokserin.jpg?w=420&#038;h=314" alt="" width="420" height="314" /></a>So einfach funktioniert der Import von Kokain: Man wählt ein Produkt, das täglich tonnenweise in die Schweiz eingeführt wird, berücksichtigt die üblichen Handelswege, wickelt das Geschäft über einen Treuhänder mit guter Reputation ab, liefert der Bank für alles uns jedes Belege. Den happigen Gewinn schafft man zur Seite oder verprasst ihn.</p>
<p>Genauso funktionierte eine internationale Drogenbande, die mindestens 650 Kilo Kokain in die Schweiz importierte. Die Gruppe stand unter der Leitung eines hochrangigen Mitglieds eines kolumbianischen Drogenkartells, in der Schweiz stützte sich das Kartell auf eine ganze Reihe Helferinnen und Helfer. Recherchen des Beobachters zeigen eine straff geführte Organisation mit über 20 Beteiligten. Darunter mehrere Schweizer, Italiener, Kolumbianer, Ecuadorianer und Personen aus der Dominikanischen Republik.</p>
<p>Vermutlich war die Bande schon jahrelang aktiv. Ein Beteiligter glaubt, das Drogenkartell habe in den letzten zehn Jahren zwischen 3000 und 10&#8217;000 Kilo Kokain in die Schweiz geschleust. Damit ist vorderhand fertig, der kolumbianische Drahtzieher wurde in Spanien verhaftet und an die Schweiz ausgeliefert, wie die Bundesanwaltschaft bestätigte. Er wartet auf seinen Prozess.</p>
<p>Aufgeflogen ist der Fall dank gross angelegten Ermittlungen der Mailänder Staatsanwaltschaft – und der Unachtsamkeit eines Beteiligten. Er entsorgte zwei Mal fast 20 Tonnen grüne Bananen in einer Ostschweizer Kompostieranlage, worauf die St. Galler Staatsanwaltschaft von der eigenartigen Lieferung erfuhr.</p>
<p>Über eine inaktive Firma eines Immobilientreuhänders in Biel importierte die Bande mehrere Lieferungen mit jeweils 19 Tonnen Bananen. Aus Kolumbien wurden die Bananen nach Seebrügge verschifft, von dort mit dem LKW ins Zollfreilager Embrach ZH. In jeder Bananenschachtel lagen zwei Plastikbeutel Kokain, verborgen in den Kartonstreifen der Schachtelböden. In Embrach wurden die Kartonstreifen ausgepackt, zehnt Stück zusammengebunden und per Lieferwagen nach St. Gallen gefahren. Von dort gelangte der Stoff nach Zürich, Bern, teilweise nach Italien.</p>
<address><strong><em>Die ausführliche Recherche über den grössten jemals in der Schweiz aufgedeckten Kokainschmuggel finden Sie im <a href="http://www.beobachter.ch/leben-gesundheit/medizin-krankheit/artikel/19005/" target="_blank">Beobachter 26/2011.</a></em></strong></address>
<address> </address>
<address>Hinweis: Die Recherche in der Dominikanischen Republik erfolgte zusammen mit dem Journalisten Cobus Coetzee von <a href="http://www.datatracker.org/" target="_blank">Investigative Dashboard</a>.</address>
<address> </address>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ottohostettler.wordpress.com/1033/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ottohostettler.wordpress.com/1033/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ottohostettler.wordpress.com/1033/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ottohostettler.wordpress.com/1033/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ottohostettler.wordpress.com/1033/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ottohostettler.wordpress.com/1033/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ottohostettler.wordpress.com/1033/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ottohostettler.wordpress.com/1033/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ottohostettler.wordpress.com/1033/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ottohostettler.wordpress.com/1033/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ottohostettler.wordpress.com/1033/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ottohostettler.wordpress.com/1033/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ottohostettler.wordpress.com/1033/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ottohostettler.wordpress.com/1033/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=1033&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Prozentrechnen mit Coop und Migros</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 08:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Otto Hostettler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit dem Lego-Zahlenlernspiel von Coop lässt sich auch das Prozentrechnen üben. Ist ein Produkt mit 30 Prozent Rabatt wirklich günstiger als das gleiche Produkt bei der Konkurenz mit 20 Prozent Rabatt? Mit Prozenten lässt sich fast alles darstellen. Je nach Sichtweise sieht es positiv oder negativ aus. Besonders beliebt ist es, mit Prozenten Preisreduktionen anzupreisen. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=1023&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem Lego-Zahlenlernspiel von Coop lässt sich auch das Prozentrechnen üben. Ist ein Produkt mit 30 Prozent Rabatt wirklich günstiger als das gleiche Produkt bei der Konkurenz mit 20 Prozent Rabatt?<br />
</strong></p>
<p><a href="http://ottohostettler.files.wordpress.com/2011/12/lego2.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1024" title="lego2" src="http://ottohostettler.files.wordpress.com/2011/12/lego2.jpg?w=336&#038;h=214" alt="" width="336" height="214" /></a>Mit Prozenten lässt sich fast alles darstellen. Je nach Sichtweise sieht es positiv oder negativ aus. Besonders beliebt ist es, mit Prozenten Preisreduktionen anzupreisen. Hohe Prozentangaben kommen bei Konsumenten immer gut an. Ein schönes Beispiel dazu liefert derzeit Coop: Das Zahlenlernspiel von Lego-Duplo wird im Grossverteiler mit einem 30-Prozent-Rabatt promotet. Wow, ein Schnäppchen, denkt man sich: Es kostet statt Fr. 39.90. noch Fr. 27.95*)</p>
<p>Wer mit der Migros vergleicht, fühlt sich bestätigt. Beim identischen Produkt gibts dort nur 20 Prozent Rabatt. Doch aufgepasst: Die Migros könnte auf den Rabatt verzichten und wäre trotzdem fast gleich günstig. Coop: Der Originalpreis bei Migros für das identische Produkt: Fr. 29.80. Der aktuelle Preis für das Lego-Zahlenlernspiel beträgt aber Fr. 23.85! Weniger Prozente sind also mehr.</p>
<p>Wer das Lego-Set also bei der Migros kauft, spart sage und schreibe Fr. 16.05. Die alte Weisheit stimmt eben doch: Relevant ist nicht, wie hoch der Preisnachlass in Prozent ist, sondern wie hoch der absolute Betrag in Franken ist. Hohe Prozentangaben tönen zwar gut, bedeuten aber nicht viel.</p>
<p>Bei Coop heisst es zu diesem Fall lapidar: «Grundsätzlich sind wir bemüht, die Preise auf Marktniveau zu setzen, was aufgrund der hohen Dynamik leider nicht immer gelingt.» Der Preis von Migros sei ein «sehr preisaggressives Angebot, welches weit unter dem Marktniveau liegt», teilt Coop mit.</p>
<address>*) Preise per Anfang Dezember 2011.</address>
<address> </address>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ottohostettler.wordpress.com/1023/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ottohostettler.wordpress.com/1023/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ottohostettler.wordpress.com/1023/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ottohostettler.wordpress.com/1023/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ottohostettler.wordpress.com/1023/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ottohostettler.wordpress.com/1023/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ottohostettler.wordpress.com/1023/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ottohostettler.wordpress.com/1023/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ottohostettler.wordpress.com/1023/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ottohostettler.wordpress.com/1023/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ottohostettler.wordpress.com/1023/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ottohostettler.wordpress.com/1023/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ottohostettler.wordpress.com/1023/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ottohostettler.wordpress.com/1023/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=1023&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">lego2</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>«Wiederholungstäterin» Gesundheit Sprechstunde</title>
		<link>http://ottohostettler.wordpress.com/2011/11/24/wiederholungstaterin-gesundheit-sprechstunde/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 08:22:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Otto Hostettler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die TV-Sendung «Gesundheit Sprechstunde» hat wieder einmal Schleichwerbung betrieben – ohne spürbare Konsequenzen. «Eine Wiederholungstäterin» ist die Sendung «Gesund­heit Sprechstunde» von Presse-TV – so drückt sich das Bundesverwaltungsgericht im neus­ten Ur­teil aus. Unter anderem habe man unerlaubterweise Firmenlogos in Szene gesetzt, einen angeblichen Gesundheitsschuh «sloganhaft» angepriesen und Sponsoren «unzulässig» ins Zentrum gerückt. Damit hat die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=1016&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die TV-Sendung «Gesundheit Sprechstunde» hat wieder einmal Schleichwerbung betrieben – ohne spürbare Konsequenzen.</strong></p>
<p><a href="http://ottohostettler.files.wordpress.com/2011/11/gesundheitsprechst1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1018" title="gesundheitsprechst1" src="http://ottohostettler.files.wordpress.com/2011/11/gesundheitsprechst1.jpg?w=700" alt=""   /></a>«Eine Wiederholungstäterin» ist die Sendung «Gesund­heit Sprechstunde» von Presse-TV – so drückt sich das Bundesverwaltungsgericht im neus­ten Ur­teil aus. Unter anderem habe man unerlaubterweise Firmenlogos in Szene gesetzt, einen angeblichen Gesundheitsschuh «sloganhaft» angepriesen und Sponsoren «unzulässig» ins Zentrum gerückt.</p>
<p>Damit hat die Sendung 2005, 2007, 2008, 2009 und 2010 gegen die Werbe- und Sponsoringbestimmungen des Radio- und TV-Gesetzes ver­stossen, teils mehrmals pro Jahr, und laut neustem Urteil von September 2009 bis März 2010 in fünf Sendungen «wiederholt und in schwerer Weise». Die Sendung habe «zum Ausdruck gebracht, dass sie nicht gewillt oder nicht in der Lage ist, sich an gesetzliche Vorgaben zu halten».</p>
<p>Trotz der Schwere der Verstösse muss «Gesundheit Sprech­stunde» dem Staat nur Fr. 7536.10 für unrechtmäs­sig erzielte Einnahmen zahlen – und 2000 Franken Verfahrens­kosten. Bei Presse-TV kann man mit dem Urteil leben. Ringier-Kadermann Hans Jürg Deutsch spricht von «gering­fügigen finanziellen Strafen», er werde das Urteil «voraussichtlich» nicht anfechten.</p>
<p>Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) stösst mit seinen Mitteln bald an Grenzen. Die Sendung aus dem Programm kippen kann es nämlich nicht. Das liege im Ermessen von Schweizer Radio und Fernsehen. Dort will man nichts davon wissen: «Für diese Sendung trägt Presse-TV publizistisch und rechtlich die Verantwortung.» Man sehe deshalb «keine Veranlassung für Massnahmen».</p>
<p>Die Dauerverstösse könnten trotzdem happigere Folgen haben. Das Bakom kann im Wiederholungsfall bis zu zehn Prozent der Jahreseinnahmen von Presse-TV einziehen. Bisher wurde diese Massnahme noch nie verhängt. Nun aber droht das Bakom: «Wir halten uns weitere Op­tio­nen offen.» Noch vor Ende Jahr will das Bakom in einem weiteren Fall vermuteter Schleichwerbung in der Sendung entscheiden.</p>
<p>Und es geht weiter: Dem Beobachter liegen Informationen vor, wonach Presse-­TV mit einer Zahnärztin einen Sponsoringvertrag abgeschlossen hat und ihr im Oktober einen Auftritt ermöglichte. Den Zuschauern wurde das nicht deklariert. Die 10&#8217;000 Franken dafür bezahlte ein Implantatehändler, der dann als Sponsor genannt ­wurde. Ringier-Mann Deutsch spricht von einem Irrtum im internen Ablauf.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ottohostettler.wordpress.com/1016/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ottohostettler.wordpress.com/1016/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ottohostettler.wordpress.com/1016/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ottohostettler.wordpress.com/1016/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ottohostettler.wordpress.com/1016/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ottohostettler.wordpress.com/1016/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ottohostettler.wordpress.com/1016/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ottohostettler.wordpress.com/1016/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ottohostettler.wordpress.com/1016/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ottohostettler.wordpress.com/1016/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ottohostettler.wordpress.com/1016/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ottohostettler.wordpress.com/1016/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ottohostettler.wordpress.com/1016/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ottohostettler.wordpress.com/1016/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=1016&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">gesundheitsprechst1</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Bei der Ampel sieht das BAG nur noch rot</title>
		<link>http://ottohostettler.wordpress.com/2011/11/19/bei-der-ampel-sieht-das-bag-nur-noch-rot/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 14:12:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Otto Hostettler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ampelkennzeichnung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundesamt für Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Codecheck]]></category>
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		<category><![CDATA[Nährwertkennzeichnung]]></category>
		<category><![CDATA[Salzbombe]]></category>
		<category><![CDATA[salzige Speisen]]></category>
		<category><![CDATA[Salzkonsum]]></category>
		<category><![CDATA[Zuckerbombe]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt hat auch das Bundesamt für Gesundheit gemerkt, dass etwas weniger Salz im Essen der Gesundheit gut täte. Trotzdem sträubt sich das BAG gegen ein System, das den Konsumenten auf einen Blick sagen würde, ob ein Nahrungsmittel zuviel Salz, Fett oder Zucker enthält. Jetzt springt ein Onlinedienst in die Bresche. Seit Jahren kritisieren Ärzte die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=1008&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jetzt hat auch das Bundesamt für Gesundheit gemerkt, dass etwas weniger Salz im Essen der Gesundheit gut täte. Trotzdem sträubt sich das BAG gegen ein System, das den Konsumenten auf einen Blick sagen würde, ob ein Nahrungsmittel zuviel Salz, Fett oder Zucker enthält. Jetzt springt ein Onlinedienst in die Bresche.</strong></p>
<p><a href="http://ottohostettler.files.wordpress.com/2011/11/ampel1.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1011" title="ampel" src="http://ottohostettler.files.wordpress.com/2011/11/ampel1.jpg?w=453&#038;h=149" alt="" width="453" height="149" /></a>Seit Jahren kritisieren Ärzte die viel zu salzreiche Ernährung. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung hat schon vor Jahren Alarm geschlagen: Die tägliche Salzaufnahme sei «viel zu hoch», hiess es vom renommierten Institut. Wissenschaftlicher Konsens ist: Hoher Salzkonsum kann den Blutdruck erhöhen und Erkrankungen am Herzen bewirken. Die «adäquate» Menge Salz pro Tag liegt gemäss Bundesinstitut für Risikobewertung für Erwachsene bei knapp 4 Gramm. Tatsächlich aber essen in der Schweiz erwachsene Männer durchschnittlich 10.6 Gramm, erwachsene Frauen 9.1 Gramm, wie das Bundesamt für Gesundheit nun aufgrund einer neuen Studie bekannt gab.</p>
<p>Jetzt hat auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gemerkt, dass die gesundheitsgefährdende Ernährungsweise geändert werden müsste. Dazu liess die Behörde Vorschläge ausarbeiten, die das BAG nun PR-wirksam veröffentlichte. Und oh Wunder, was hat die Studie herausgefunden: Rezepturen könnten optimiert, Jungköche besser ausgebildet werden, eine Datenbank wäre nützlich, die den Salzgehalt von Produkten auflistet etc. Die Resultate der Studie sind Teil der «Salzsstrategie» und einem «nationalen Programm Ernährung und Bewegung».</p>
<p>Ernüchternd daran: All die im Auftrag des BAG erarbeiteten Fakten und Möglichkeiten wären eigentlich längst bekannt. Nicht das Salzen von selbst gekochten Menüs ist das Problem, sondern der zu hohe Salzgehalt vieler fertiger Lebensmittel. Brot, Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukte aber auch alkoholfreie Getränke sind teils richtiggehende «Salzbomben». Und natürlich Convienience Food und vor allem Fast Food.</p>
<p>Kein Thema ist aber beim Bundesamt für Gesundheit eine bessere Information der Konsumenten: Die effektivste Möglichkeit, den Salzkonsum im Essen zu reduzieren wäre aber eine transparente Produktedeklaration. Das wäre keine Hexerei, Erfahrungen anderer Länder zeigen, wie Nährwerte so angegeben werden können, damit sie jedermann versteht. Das System heisst Ampel und zeigt Konsumenten auf einen Blick, welche Lebensmittel der Gesundheit nicht gerade förderlich sind. Diese farbliche Kennzeichnung, in England bereits vor Jahren eingeführt, zeigt Konsumenten auf einen Blick, ob ein Produkt in den Bereichen Salz, Fett, gesättigte Fettsäuren und Zucker ein zu hoher Gehalt (rot), ein mittlerer Gehalt (orange) oder ein niedriger Gehalt (grün) aufweist.</p>
<p>In den letzten Jahren hat sich das Bundesamt für Gesundheit gleich mehrmals gegen die Ampel ausgesprochen. Besser gesagt: Zuerst machte das Bundesamt <a href="http://ottohostettler.wordpress.com/2008/11/26/eile-mit-weile-im-bag/">gar nichts</a>, dann versuchte man es mit einem <a href="http://www.beobachter.ch/leben-gesundheit/ernaehrung-genuss/artikel/label_ein-logo-das-nichts-bringt/">eigenen Logo</a> und schliesslich liess sich Gesundheitsbehörde <a href="http://ottohostettler.wordpress.com/2010/09/15/lebensmittelindustrie-gibt-den-tarif-durch/">von der Nahrungsmittelindustrie einreden</a>, das Ampelsystem teile Lebensmittel in «gute» und «schlechte» Produkte ein. Auch wenn das Gegenteil zutrifft: Die Ampel würde es mündigen Konsumenten ermöglichen, selbst zu entscheiden, wie oft sie eine Fertigpizza (Fettgehalt: rot!) essen und dazu ein Süssgetränk (Zuckergehalt: rot!) trinken wollen.</p>
<p>Statt dessen hat es die Schweizer Gesundheitsbehörde verpasst, eine konsumentenfreundliche Nährwertkennzeichnung einzuführen. Man lehnt sich nun an das Deklarationsmodell der Industrie an, das die Nährwerte nicht nur auf 100 Gramm bezogen, sondern auch auf Portionengrösse umrechnen darf und so ins Verhältnis des täglichen Bedarfs setzt (Guideline Daily Ammount, GDA). Sprich: Die Industrie rechnet ihre Produkte gesund, wie der <a href="http://ottohostettler.wordpress.com/2008/04/29/dickmacher-plotzlich-sind-sie-gesund/">Beobachter</a> 2008 schrieb. Eine andere Methode, damit alles viel schöner aussieht: Die Portionengrössen teils absurd gering berechnet. Damit tönt die Angabe einer Portion im Verhältnis zum täglichen Bedarf (z.B. Zucker) gar nicht so schlimm.</p>
<p>Was die Nahrungsmittelindustrie nicht auf die Packung drucken und das Bundesamt für Gesundheit nicht vorschreiben will, liefert die unabhängige Konsumenten- und Produkteplattform <a href="http://www.codecheck.info/">Codecheck.ch</a>. Dort lassen sich inzwischen über 115&#8217;000 Produkte hinsichtlich ihrer tatsächlichen Nährwerte und problematischer Inhaltsstoffe (z.B. E-Nummern) nachschlagen Mit dem Codecheck-App können Konsumenten über ihr Mobiltelefon direkt im Laden Produkte scannen und haben so die Ampel zum Produkt direkt auf ihrem Handy.</p>
<p>iPhone-App: <a href="http://itunes.apple.com/ch/app/id359351047?mt=8">http://itunes.apple.com/ch/app/id359351047?mt=8</a></p>
<p>Android App: <a href="https://market.android.com/details?id=ch.ethz.im.codecheck&amp;hl=de">https://market.android.com/details?id=ch.ethz.im.codecheck&amp;hl=de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ottohostettler.wordpress.com/1008/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ottohostettler.wordpress.com/1008/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ottohostettler.wordpress.com/1008/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ottohostettler.wordpress.com/1008/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ottohostettler.wordpress.com/1008/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ottohostettler.wordpress.com/1008/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ottohostettler.wordpress.com/1008/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ottohostettler.wordpress.com/1008/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ottohostettler.wordpress.com/1008/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ottohostettler.wordpress.com/1008/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ottohostettler.wordpress.com/1008/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ottohostettler.wordpress.com/1008/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ottohostettler.wordpress.com/1008/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ottohostettler.wordpress.com/1008/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=1008&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">ampel</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>So wird aus 9 Euro 16 Franken</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 14:42:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Otto Hostettler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Ravensburger]]></category>
		<category><![CDATA[starker Franken]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer seine Produkte in der Schweiz zu überhöhten Preisen absetzen will, muss sich nur ein paar gute Gründe ausdenken. Eine Anleitung, Konsumenten ein X für ein Y vorzumachen. Die Liste ist endlos. Produkte, die in der Schweiz massiv teurer sind als identische Ware in Deutschland. Zum Leid der Konsumenten, die oft nicht einmal bemerken, dass [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=1000&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer seine Produkte in der Schweiz zu überhöhten Preisen absetzen will, muss sich nur ein paar gute Gründe ausdenken. Eine Anleitung, Konsumenten ein X für ein Y vorzumachen.</strong></p>
<p><a href="http://ottohostettler.files.wordpress.com/2011/11/ravensburger.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1001" title="ravensburger" src="http://ottohostettler.files.wordpress.com/2011/11/ravensburger.jpg?w=243&#038;h=183" alt="" width="243" height="183" /></a>Die Liste ist endlos. Produkte, die in der Schweiz massiv teurer sind als identische Ware in Deutschland. Zum Leid der Konsumenten, die oft nicht einmal bemerken, dass sie hier für das gleiche Produkt massiv mehr bezahlen müssen.</p>
<p>Ein besonders schönes Beispiel liefert Ravensbuger mit der «Junior»-Buchreihe. Wie bei vielen anderen Büchern auch, sind bei Ravensburger die Preise bereits auf der Buchdeckel-Rückseite aufgedruckt. Für die Schweiz wird genau diese Stelle mit einem neuen, nur für die Schweiz geltenden Preis überklebt.</p>
<p>Im Fall der Buchreihe Junior (beispielsweise «Ich und Du») beträgt der Schweizer Preis CHF 15.90. Der Originalpreis in Euro, der unterhalb der Etikette zum Vorschein kommt:<br />
EURO 8.95</p>
<p>Eindrücklich daran, neben der Preisdifferenz: Die originellen Gründe für die Differenz. Bei Loeb, wo das Buch gekauft wurde, heisst es, man beziehe das ganze Ravensburger-Sortiment bei deren Schweizer Niederlassung, die Rechnungen seien in Schweizer Franken ausgestellt, folglich habe man keinen Einfluss auf die Wechselkurse. Immerhin: «Dank verbesserten Einkaufskonditionen» koste das Buch jetzt nur noch CHF 15.90. Eben erst waren es noch CHF 19.90.</p>
<p>Bei Ravensburger Schweiz lautet die Begründung so: Grundlage bilde der Euromittelkurs von CHF 1.28. Damit wird aus den Euro 8.95 bereits CHF 12.75. Die restliche Differenz ergebe sich aus der «höheren schweizerischen Kostenstruktur auf der gesamten Lieferkette». Ravensburger listet diese Kosten gleich auf:</p>
<ul>
<li>Inlandtransporte (Schwerverkehrsabgabe)</li>
<li>Lagerkosten</li>
<li>Mietkosten</li>
<li>Lohnkosten</li>
<li>Investitionskosten</li>
<li>Werbekosten</li>
<li>Stromkosten</li>
<li>Sozialkosten</li>
</ul>
<p>Angesichts dieser Gründe könnte man fast zum Schluss kommen, dass man als Konsument bei Ravensburger so etwas wie Glück gehabt habe. Es hätte ja ganz offensichtlich noch schlimmer kommen können. Eigenartig nur, dass auf dem Buch auch der Preis für Österreich aufgedruckt ist: Euro 9.20. Haben die Österreicher keine Lagerkosten, keine Mietkosten, keine Transportkosten, keine Lohnkosten.</p>
<p>Da ist doch gut beraten, wer direkt bei Amazon bestellt. CHF 8.95, plus Porto.</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ottohostettler.wordpress.com/1000/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ottohostettler.wordpress.com/1000/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ottohostettler.wordpress.com/1000/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ottohostettler.wordpress.com/1000/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ottohostettler.wordpress.com/1000/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ottohostettler.wordpress.com/1000/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ottohostettler.wordpress.com/1000/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ottohostettler.wordpress.com/1000/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ottohostettler.wordpress.com/1000/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ottohostettler.wordpress.com/1000/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ottohostettler.wordpress.com/1000/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ottohostettler.wordpress.com/1000/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ottohostettler.wordpress.com/1000/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ottohostettler.wordpress.com/1000/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=1000&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">ravensburger</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Gaddafis Leiche: Die scheinheilige Selbstkritik</title>
		<link>http://ottohostettler.wordpress.com/2011/10/27/gaddafis-leiche-die-scheinheilige-selbstkritik/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 12:10:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Otto Hostettler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[20 Minuten]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Gaddafi]]></category>
		<category><![CDATA[Leiche]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>

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		<description><![CDATA[Die scheinheilige Rechtfertigung von Newsnet nach der Gaddafi-Orgie. Gnadenlos berichteten die Medien fast in Echtzeit über die letzten Lebensminuten des libyschen Diktators Gaddafi. In Worten, vor allem aber in Bildern und noch viel mehr in Videos. In der Schweiz führend waren «20 Minuten» und «Blick», deren Onlineportale Videos veröffentlichten, die mit grenzenloser Zurschaustellung Gaddafis Leiche [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=992&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die scheinheilige Rechtfertigung von Newsnet nach der Gaddafi-Orgie.</strong></p>
<p>Gnadenlos berichteten die Medien fast in Echtzeit über die letzten Lebensminuten des libyschen Diktators Gaddafi. In Worten, vor allem aber in Bildern und noch viel mehr in Videos. In der Schweiz führend waren «20 Minuten» und «Blick», deren Onlineportale Videos veröffentlichten, die mit grenzenloser Zurschaustellung Gaddafis Leiche präsentierten. Von vorne, von hinten, aus der Nähe, mit Einschlussloch, untermalt mit viel Blut. Die Zuschauer belohnten diese Art der Berichterstattung mit vielen, vielen Clicks. <a href="http://ottohostettler.wordpress.com/2011/10/21/gaddafis-leiche-schweizer-medien-kennen-keine-grenzen/">Je grausiger die Videos, desto höher die Einschaltquote</a>, zeigte eine Stichprobe dieses Blogs.</p>
<p>Eine Woche später kommt doch noch so etwas wie Selbstkritik auf in den Schweizer Medien, die Süddeutsche Zeitung brauchte einen Tag, um die elementaren Fragen zu stellen (<a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/bilder-des-getoeteten-gaddafi-ein-screenshot-hat-keine-wuerde-1.1170440">«Screenshots haben keine Würde»).</a> Allerdings sind die moralischen Analysen von Tagi und BAZ der letzten Tage etwas gar scheinheilig. Denn die gleichen Medien haben zuvor selbst an der «regelrechten Bildorgie» teilgenommen, «die vor Blut nur so triefte», wie die <a href="http://bazonline.ch/news/standard/1/story/20252282">BAZ-Online die Gaddafi-Berichterstattung jetzt plötzlich umschreibt</a>.</p>
<p>Dazu stellte Newsnetz (neu Newsnet), der Online-Verbund von TA-Medien (inkl. BAZ), einen Text mit dem Titel «Warum die baz.ch/Newsnet die Bilder veröffentlichte». In dieser Rechtvertigung vergleicht Newsnet-Chefredaktor Peter Wälty Gaddafis Ende mit dem Tod anderer Despoten, von welchen einst ebenfalls Leichenbilder veröffentlicht worden sei. Ceausescu, Goebbels, Mussolini, Saddams Söhne. Solche Bilder würden «in aller Regel ikonografischen Charakter» erhalten und tauchten Jahre später in Geschichtsbüchern auf. «Deshalb haben wir das Bild des toten Muammar al-Gaddafi publiziert.» Wälty: «Wir wollen den Lesern ein historisches Dokument nicht vorenthalten.»</p>
<p>Nun, das tönt geradezu ehrenhaft. Aber: Es ging nicht um ein einziges Bild des toten Gaddafis. Es waren «Bilderstrecken» oder «Bildergalerien» und vor allem waren es zahlreiche Videos mit grenzenlosem Voyeurismus. Mit der Dokumentation eines toten Diktators hat das nichts mehr zu tun. Es war eine Quotenbolzerei im Blutrausch.</p>
<p>Ein einziger selbstkritischer Satz lässt Newsnet-Chef Wälty aber dann doch noch zu: «Trotzdem aber muss ich im Nachhinein eingestehen, dass man vor allem am Folgetag auch zurückhaltender mit dem Bildmaterial hätte umgehen können.»</p>
<p>Das sind schöne Worte. Nur sind sie etwas scheinheilig.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ottohostettler.wordpress.com/992/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ottohostettler.wordpress.com/992/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ottohostettler.wordpress.com/992/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ottohostettler.wordpress.com/992/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ottohostettler.wordpress.com/992/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ottohostettler.wordpress.com/992/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ottohostettler.wordpress.com/992/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ottohostettler.wordpress.com/992/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ottohostettler.wordpress.com/992/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ottohostettler.wordpress.com/992/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ottohostettler.wordpress.com/992/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ottohostettler.wordpress.com/992/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ottohostettler.wordpress.com/992/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ottohostettler.wordpress.com/992/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=992&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Gaddafis Leiche: Schweizer Medien kennen keine Grenzen</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 21:32:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Otto Hostettler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
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		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Gaddafi]]></category>
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		<category><![CDATA[Videos]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Reizfigur Gaddafi rechtfertigt Schweizer Medien zu buchstäblich grenzenloser Berichterstattung. Praktisch in Echtzeit schilderten die Online-Portale der grossen Verlagshäuser, wie der ehemalige Diktator gefangengenommen und vom Mob erschossen wird. Die Leser quittieren den Service mit hemmungslosem Voyerismus – und vielen Clicks. Aber: Wollen Leserinnen und Leser tatsächlich wissen, wie Gaddafi ums Leben kam? In allen Einzelheiten? [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ottohostettler.wordpress.com&amp;blog=7487188&amp;post=983&amp;subd=ottohostettler&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://ottohostettler.files.wordpress.com/2011/10/gaddafi.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-987" title="gaddafi" src="http://ottohostettler.files.wordpress.com/2011/10/gaddafi.jpg?w=300&#038;h=176" alt="" width="300" height="176" /></a>Die Reizfigur Gaddafi rechtfertigt Schweizer Medien zu buchstäblich grenzenloser Berichterstattung. Praktisch in Echtzeit schilderten die Online-Portale der grossen Verlagshäuser, wie der ehemalige Diktator gefangengenommen und vom Mob erschossen wird. Die Leser quittieren den Service mit hemmungslosem Voyerismus – und vielen Clicks.</p>
<p>Aber: Wollen Leserinnen und Leser tatsächlich wissen, wie Gaddafi ums Leben kam? In allen Einzelheiten? Diese Fragen scheinen sich die Online-Medien nicht zu stellen. Die Handyfilme und Bilder haben sich innerhalb kürzester Zeit quer über die Welt verbreitet. Also werden sie auch in der Schweiz serviert.</p>
<p>20 Minuten beispielsweise bietet eine «Bilderstrecke im Grossformat», darunter der tote Gaddafi von allen Seiten, auf dem Schragen, im eigenen Blut liegend oder das Loch in der linken Schläfe per Nahaufnahme. Die AZ betitelt die Gaddafi-Fotos mit «Bildergalerie» und bietet eine ähnliche Auswahl.</p>
<p>Eine bestechende Version, wie man sich als Medium trotz diese Bilder und Videos selbst aus der Verantwortung nehmen kann, bietet der Blick. Er macht zum Thema, dass sich die Rebellen über die Leiche hermachen. Dazu der heuchlerische Titel: «Rebellen halten Handys drauf». Und: «Hier wird Gaddafis Tod dokumentiert». Dazu zahlreiche Bilder und Videos mit Gaddafis blutüberströmtem Oberkörper.</p>
<p>Die Online-Medien können zu ihrer Rechtfertigung sagen, die grausigen Bilder und respektlosen Amateurfilme würden bei der Leserschaft auf eine grosse Nachfrage stossen, deshalb biete man dieses Material an.</p>
<p>Tatsächlich, die Bilder und Filme von Gaddafis Tod bringen punkto Einschaltquoten einsame Spitzenwerte. Je grausiger, desto öfters angeklickt (Angaben Stand 21.10.2011; 16.30 Uhr):</p>
<p><strong>Video «In diesem Loch hat sich Gadaffi versteckt»:</strong> 15 182 Aufrufe</p>
<p><strong>Video: «Leiche von Gadaffi-Sohn Mutassim»:</strong> 26 442 Aufrufe</p>
<p><strong>Video «Beim Versteck: hier packten sich die Rebellen Gaddafi»</strong>: 107 741 Aufrufe</p>
<p><strong>Video «Die letzten Momente Gaddafis»</strong> (er wird gefangen genommen, ist aber noch nicht tot): 249 148 Aufrufe</p>
<p><strong>Video «Töteten diese Schüsse Gaddafi»</strong>: 39 033 Aufrufe</p>
<p>Zum Vergleich: Das Video-Interview mit <strong>Erich Gysling zur Lage in Libyien</strong> haben nur gerademal 9 Personen angeschaut.</p>
<p>Ähnlich bei 20 Minuten:</p>
<p><strong>Video « Feiernde Libyer nach Gaddafis Tod»</strong>: 4150 Aufrufe</p>
<p><strong>Video «Aus der Nähe erschossen»</strong>: 34 489 Aufrufe</p>
<p>Zum Vergleich: Das Video «48 Zootiere erschossen» (Ohio, USA) bringt gerademal 2207 Clicks.</p>
<p>Irgendwann, in grauer Medienvorzeit, hatten sich Journalistinnen und Journalisten einmal selbst Regeln auferlegt. Dazu verfassten die Berufsverbände «Erklärung der Pflichten der Journalistinnen und Journalisten». Dort hiess es noch unter Punkt 8. (&#8230;) «Die Grenzen der Berichterstattung in Text, Bild und Ton über Kriege, terroristische Akte, Unglücksfälle und Katastrophen liegen dort, wo das Leid der Betroffenen und die Gefühle ihrer Angehörigen nicht respektiert werden.»</p>
<p>Die Jagd auf Clicks  lässt solche Grundsätze vergessen. Leider.</p>
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