Otto Hostettler's Blog

Schlauer Zähler hilft Strom sparen

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© Beobachter 2009

Bis zu zehn Prozent Strom könnten gespart werden, wenn die Schweizer Energieversorger die antiquierten Zähler ersetzen würden: Der «Smart Meter» könnte Details zum Verbrauch liefern und private Haushalte sowie Energieversorger auf Sparpotentiale hinweisen. Doch die Branche mauert.

Wer Ende Monat die Telefonrechnung in Händen hält, kann präzise nachvollziehen, wie er die Kosten verursacht hat: mit teuren Handyverbindungen, eigentlich günstigen, aber zahlreichen Anrufen auf Festnetzanschlüsse oder mit Auslandsgesprächen.

Ganz anders beim Strom. Hier bezahlen Konsumenten meist übers Jahr verteilt mehrere Akontorechnungen – unabhängig davon, wie viel Strom sie tatsächlich verbrauchen. Einmal jährlich kommt die Schlussrechnung. Warum diese dann aber tief oder hoch ausfällt, ist kaum nachvollziehbar. Mehr noch: Viele Konsumenten können anhand der Rechnung nicht einmal einschätzen, ob sie nun viel oder wenig Strom verbraucht haben.

Das müsste nicht sein. Denn längst gibt es intelligente Stromzähler («Smart Meter»), mit denen Elektrizitätswerke den Stromverbrauch per Fernablesung laufend erfassen und nach dem tatsächlichen Verbrauch verrechnen können. Konsumenten hätten so die Möglichkeit, ihren Stromverbrauch zu analysieren und zu beeinflussen. Denn die neuste Zählergeneration übermittelt nicht nur allgemeine Verbrauchsdaten an die Stromlieferanten, sondern liefert je nach Ausführung auch Details zum aktuellen Verbrauch direkt auf ein Display im Wohnzimmer der Konsumenten: den momentanen Verbrauch, den Zeitpunkt des Spitzenverbrauchs, aber auch Tages-, Wochen- oder Jahresvergleiche.

Obschon die Vorteile der «Smart Meter» auf der Hand liegen, setzen die Energieversorger in der Schweiz weiterhin auf die herkömmlichen mechanischen Stromzähler. Viele der klassischen Zähler laufen bereits 20, 30 und noch mehr Jahre. Ihre Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer gibt den Energiewerken keinen Anlass, die technologische Erneuerung voranzutreiben. Dabei liegt mit Landis & Gyr der Weltmarktführer der neuen Technologie (weltweit 25 Millionen installierte «Smart Meter») geradezu vor der Haustür.

Dass bessere Kontrollmöglichkeiten zu bewussterem Verbrauch führen, zeigt ein Pilotprojekt im US-Wüstenstaat Arizona: Der Einsatz von 77’000 Smart-Meter-Geräten des Herstellers Landis & Gyr führte zu Stromeinsparungen von über zehn Prozent.

Lesen Sie den vollständigen Artikel im Beobachter 08/09:
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Written by Otto Hostettler

30. April 2009 um 10:49

Veröffentlicht in Energie, Konsum

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