Otto Hostettler's Blog

Süssgetränke: es geht auch ohne Zucker

with one comment

Die Bio-Apfelschorle von Coop ist eine Zuckerbombe. 35 Gramm oder fast neun Stück Würfelzucker sind in jedem Halbliterfläschchen. Die Superschorle des Freiburger Getränkeherstellers Storms zeigt, dass es auch anders geht: Ohne Zucker.

DSCN5963

Bio-Schorle von Coop (links); Bio-Schorle von Storm.

Die Angaben auf der Bio-Schorle-Flasche von Coop ist nach der einschlägig bekannten Darstellung der Nahrungsmittelindustrie gestaltet: Unübersichtlich und hinsichtlich der tatsächlich enthaltenen Nährwerte schöngerechnet. Die Etikette suggeriert, wer Schorle trinke, nehme lediglich 17,5 Gramm Zucker zu sich, was 19% des täglichen Bedarfs entspreche.

Der bekannte Trick funktioniert so: Die Angabe auf der Etikette gilt für ein Glas, sprich für eine halbe Flasche Schorle, gerademal 2,5 dl. Weil kein Mensch nur das halbe Flässchen Schorle leert, konsumiert man also 35 Gramm Zucker. Und: weil die Nahrungsmittelindustrie bei der Vergleichsgrösse von einem fast doppelt so hohen Zuckerbedarf pro Tag ausgeht als die Weltgesundheitsorganisation WHO, entspricht eine Flasche Schorle de facto 70 Prozent des täglichen Zuckerbedarfs.  Ähnlich aufgeschlüsselt  wird der Zuckergehalt auch bei der Apfelschorle von Minute Maid (Coca-Cola Company).

Die Bio-Apfelschorle des kleinen Freiburger Getränkeherstellers Storms zeigt, dass es auch anders geht: Die «Superschorle» kommt ohne Zucker aus. Eine nichtrepräsentative Trinkrunde im kleinen Kreis kommt zum Schluss: die zuckerlose Schorle kann problemlos mit der Coop-Schorle mithalten. Ihr einziger Nachteil: sie ist erst in Bioläden und teilweise an Valora-Kiosken erhältlich oder muss über den online-Shop bestellt werden.

Wenn Sie diesen Artikel interessant finden und andere darauf aufmerksam machen möchten, dann können Sie ihn mit einem Klick z.B. auf Ihre Facebook-Pinnwand weiterleiten:

Bookmark and Share

Written by Otto Hostettler

15. Juli 2009 um 14:33

Eine Antwort

Subscribe to comments with RSS.

  1. Für alle Bio- und Natur pur-Fanatiker: Stevia, das hoch gepriesene „natürliche“ Süssmittel, besteht nicht aus geriebenen Teeblättern wie oft suggeriert. So reicht die Süsse nämlich niemals aus. Zur Süssung benötigt man eine Fraktion, die Steviole, aus einem Extrakt der Steviablätter. Es ist sicher nicht natürlich, eine solche Fraktion zu isolieren und zur Süssung zu verwenden. Die benötigte Konzentration ist zudem wohl im Bereich einiger Dutzend wenn nicht hundert Tassen normalen Stevia Tees, um genügend Süsse zu erreichen. Aber das ist den selbsternannten Gesundheitsexperten der Konsumentschutzorganisationen bis jetzt entgangen;-)

    Heinz Meier

    2. Oktober 2009 at 09:06


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s