Otto Hostettler's Blog

SIGG-Flasche: jetzt umtauschen

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Seit einem Jahr verwendet der Schweizer Flaschenhersteller SIGG bei der Beschichtung seiner Bottles kein Bisphenol A (BAP) mehr, wie der Konzern auf seiner Webseite publik machte.

Wer eine alte SIGG-Flasche besitzt, deren Innenbeschichtung noch den problematischen Stoff Bisphenol A enthielt, kann sie gratis umtauschen. Dies teilt SIGG-Geschäftsleitungsmitglied Michele Starvaggi dem Beobachter mit. «Die Zufriedenheit unserer Kunden hat für uns die absolut höchste Priorität.»

Zwar betont SIGG, dass ältere Flaschen «absolut bedenkenlos sind, weil unabhängige Tests ergeben haben, dass in diesen Flaschen keine Stoffe freigesetzt werden.» Trotzdem zeigt sich der renommierte Hersteller nun kulant.

So kommen Sie zu einer neuen Flasche:

Senden Sie ihre alte Bottle mit einem Begleitbrief (Absender nicht vergessen) und einem Vermerk zur gewünschten neuen Flasche gleicher Grösse (die Auswahl der Modelle findet sich hier) an:

SIGG Liner-facts, Walzmühlestrasse 62, 8501 Frauenfeld

Vor Wochenfrist ging der Schweizer Flaschenhersteller in die Offensive und machte publik, dass in den beliebten Bottles seit 2008 kein BAP mehr verwendet werde. Seit Kanada Bisphenol A als Gift eingestuft und die Verwendung in Babyflaschen verboten hat, ist die Diskussion über den in der Lebensmittel-Verpackungsindustrie viel verwendete Stoff und die möglichen gesundheitlichen Folgen neu aufgeflammt.

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Written by Otto Hostettler

28. August 2009 um 16:12

Veröffentlicht in Ökologie/Umwelt, Konsum, Wirtschaft

3 Antworten

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  1. Sigg in Deutschland tauscht keine Flaschen um. Diese Antwort habe ich von Sigg direkt bekommen:

    Vielen Dank für Ihre Email. Wir können Ihre Besorgnis verstehen und stellen gleichzeitig fest, dass es im Augenblick viele unterschiedliche und verwirrende Aussagen zum Thema BPA in der Öffentlichkeit gibt.

    Wir sind überzeugt davon, dass wir weltweit einen der besten und sichersten Innenlacke bei unseren Flaschen einsetzen. Deshalb sind wir auch hinsichtlich der Prüfung unserer Flaschen sehr transparent, was Sie im Internet auch nachvollziehen können (http://www.sigg.com/de/news-media/news/news-detail/154).

    Die kontroverse Diskussion um BPA wurde in letzter Zeit stark dadurch geprägt, dass bei einigen Plastikflaschen eine Abgabe bzw. Freisetzung von BPA in die Flüssigkeiten beobachtet wurde. Bei SIGG-Flaschen wurde jedoch nie eine Freisetzung von BPA festgestellt, wie Sie im Internet anhand der unabhängigen Testberichte selbst sehen können.

    Wir stehen voll und ganz hinter der Qualität und Sicherheit unserer am Markt befindlichen SIGG-Flaschen, da wir alle international gültigen Sicherheitsrichtlinien einhalten – sowohl bei Flaschen mit altem als auch mit neuem Innenlack. Die Europäische Union und das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit stufen zudem BPA als unbedenklich ein (siehe Faktenblatt anbei). Insofern können Sie Ihre Flaschen natürlich auch weiterverwenden.Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass in Deutschland keinen Austausch/Rückholaktion vornehmen.

    Wenn Sie weitere Fragen oder Bedenken hinsichtlich BPA haben, dann können Sie sich gerne jederzeit an uns wenden. Wir hoffen, dass Sie weiterhin Vertrauen in die Qualität und Sicherheit unserer SIGG-Produkte haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Stefanie Rentschler

    Sandra

    8. Oktober 2009 at 17:21

  2. Die Flaschen werden also nicht umgetauscht – ich bin mir sicher, wer kurzfristig nicht auf die Ängste von Verbrauchern Rücksicht nimmt, wird langfristig weniger verkaufen.

    Marcus

    7. September 2011 at 19:33

    • Ja, leider wurde die anfänglich grosszügig ausgelegte Umtausch-Aktion nach wenigen Wochen stillschweigend abgebrochen. Auch die damals offensiv kommunizierten Informationen wurden längst von der SIGG-Webseite entfernt. Doch Kunden können eines tun: sich weiterhin beschweren.

      Otto Hostettler

      7. September 2011 at 19:42


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