Otto Hostettler's Blog

Altersguthaben geplündert – niemand will helfen

leave a comment »

© Beobachter 2009/Otto Hostettler

Sie haben jahrelang geschuftet und in die Pensionskasse einbezahlt – jetzt stehen Dutzende Arbeiter ohne Geld da. Ein mutmasslicher Betrüger hat ihre Vorsorgemillionen eingesackt.

Sie sitzen um den Tisch und schütteln ratlos den Kopf. Italiener, die ihr halbes Leben in der Schweiz gearbeitet und Vorsorgegelder gespart haben. Sie wissen nicht weiter. «Wir stehen da und haben nichts», sagt der 67-jährige Roberto Tommasini. Bei ihm geht es um 265’156 Franken, bei einem anderen um 87’000, ein dritter hat 313’000 Franken verloren.

Die Liste der Betroffenen ist in den letzten Wochen länger und länger geworden. Allein dem Beobachter liegen 40 Fälle vor. Sie gleichen sich bis ins Detail. Betroffen sind durchwegs italienische Arbeiter, die sich an das Patronat Inca (Istituto Nazionale Confederale di Assistenza) gewendet hatten. Diese Beratungsstelle der italienischen Gewerkschaft CGIL unterstützt Italiener in der Schweiz in sozialen, administrativen und rechtlichen Fragen. Büroleiter der Zürcher Niederlassung war A. G. (alle Namen der Redaktion bekannt), der 22 Jahre für Inca gearbeitet hat. Er galt als kompetent, umsichtig und charmant.

«Er sagte, ich erhalte eine höhere Rente, wenn das Geld an eine zentrale Auffangstiftung in Bern überwiesen wird», erzählt Orazio S. «Meine Frau und ich haben deshalb die Dokumente unterschrieben, die uns A. G. vorlegte. Wir hatten volles Vertrauen zu ihm.» Giovanni V., dessen Vater 58’763 Franken verlor, sagt: «A. G. konnte viel und gut reden. Für viele war er so etwas wie ein Kollege.» Er lud die Arbeiter vor der Pensionierung zum Essen ein, wünschte auch mal per SMS schöne Ferien.

Was viele nicht wussten: Sobald sie 65 wurden, stellte A. G. bei ihrer Pensionskasse den Antrag, das ganze Alterskapital auszuzahlen. Das Geld kam aber nie bei der «zentralen Auffangstiftung in Bern» an. Es landete auf einem von mindestens drei Konti, die auf den Namen «Inca, Zürich» lauteten – aber ihm gehörten.

Den vollständigen Artikel lesen Sie im Beobachter 23/2009

 
*** Sind auch Sie von diesem Fall betroffen? Melden Sie sich! ***
otto.hostettler(at)beobachter.ch 
 
Wenn Sie diesen Artikel interessant finden und andere darauf aufmerksam machen möchten, dann können Sie ihn mit einem Klick z.B. auf Ihre Facebook-Pinnwand weiterleiten:

Bookmark and Share

Advertisements

Written by Otto Hostettler

11. November 2009 um 15:36

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s