Otto Hostettler's Blog

BKW entdeckt – zaghaft – die LED-Technologie

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Man kann gegen das Glühlampenverbot wettern und dieses als Gipfel des bürokratischen Bundesbern einstufen. Aber: Ein Jahr nach in Kraft treten der neuen Regelung zeigt sich: Das Verbot der uns vertrauten – aber leider Strom fressenden – Glühbirne bewirkt einen grandiosen Technologieschub.

Plötzlich gibt es neben den klassischen Energiesparlampen, die 80 Prozent weniger Strom benötigen (aber wegen der hochfrequenten Strahlung nicht für jeden Verwendungszweck geeignet sind) eine Alternative – die erst noch viel sparsamer ist: LED-Leuchtkörper.

Das hat nun auch der halbstaatliche bernische Energiekonzern BKW gemerkt. In einem Prospekt, der zurzeit in Haushaltungen gestreut wird, macht der Stromlieferant erste, wenn auch noch etwas zaghafte Hinweise zur neuen LED-Technologie. Zwar könnte man aufgrund der BKW-Werbung des BKW-Beleuchtungsratgebers meinen, LED gebe es nur für Nischenanwendungen wie etwa Leselampen. Lieber propagiert die BKW neben den Sparlampen die neu lancierten «Eco-Halogenlampen».

Doch die «Eco»-Lampen sind ein energietechnischer Schwindel. Sie benötigen nur etwa einen Drittel weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen. Anders gesagt, sie sind schlechter als die heutigen Energiesparlampen. Was der «Beleuchtungsratgeber» der BKW auch verschweigt: LED-Leuchten gibt es inzwischen auch mit der klassischen Glühbirnenfassung (E27) oder mit Anschlüssen, wie sie Halogen-Spots haben. Es gibt LED als trendige Pendelleuchte für den Esstisch, als Wandlampe für den Korridor oder als Stehleuchte für das Wohnzimmer. Wer die Produkte sehen will, muss nur in den nächsten Micasa, Jumbo, Hornbach etc.

Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber, heisst es im Volksmund: LED-Leuchten benötigen nur etwa halb soviel Strom als die bereits sehr sparsame Energiesparlampe! Kein Wunder preist der Energiekonzern die neuste Technologie noch etwas gar verhalten an.  

Wermutstrofen: Die Preise für extrem sparsame LED-Birnen sind zurzeit (noch) unverhältnismässig hoch. Eine LED-Birne, die in einer herkömmlichen Lampenfassung verwendet werden kann und etwa die Leuchtkraft einer 40-Watt-Birne hat, kostet über 50 Franken  (siehe topten). Eine LED-Birne, die etwa an eine 60-Watt-Birne kommt, kostet zurzeit noch über 100 Franken.

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Written by Otto Hostettler

2. Februar 2010 um 17:13

Veröffentlicht in Ökologie/Umwelt, Energie, Konsum, Strom

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Eine Antwort

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  1. BKW (alias 1 to 1) ist durchaus auf der richtigen Spur – es propagiert in einem Flyer (Erschienen im Nov. 2009) durchaus sehr gute LED-Produkte – nämlich die von onlux.ch …
    Ich kann da nur empfehlen, mal auf Top-Ten oder direkt bei onlux.ch rein zu schauen. Bei onlux werden bezüglich der LEDs an die Technologie-Spitze geführt und nicht enttäuscht – versprochen!
    Hier noch der Link zum Flyer: http://www.1to1energy.ch/de/services/beleuchtung.-ParRel-l1256741667853-ParReldownloadlinklisteparsys-l1256741694744-DownloadRef.pdf/09BKW%2065.15%20Broschuere%20Beleuchtung_youtility_d.pdf

    Dr. Stefan Kreidler

    4. Februar 2010 at 14:54


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