Otto Hostettler's Blog

Abteilung dumm gelaufen: Weihnachten auf Ricardo.ch

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Die Frau hat Humor: Weil sie abends immer mal wieder auf der Online-Versteigerungsplattform Ricardo.ch vorbeischaut und gelegentlich etwas kauft oder verkauft, erlaubte sie sich einen Spass. Sie platzierte ein Angebot bei der Versteigerung Nr. 608431772. Unter dieser Nummer bot Arosa Tourismus die gesamte Weihnachtsbeleuchtung des Winterkurorts an. Mit dabei: Zehn sechs Meter lange Sternen-Deko-Elemente aus Aluminium, vier davon in den Farben blau, weiss, gelb, sechs in den Faben weiss, gelb.

Das Mindestangebot lag bei einem Franken, der «Sofortpreis» betrug Fr. 10’000.- Also keine Gefahr, auf der Beleuchtung sitzen zu bleiben. Dachte sie sich. Die Ricardo-Bieterin «moebeltrend» richtete auch gleich einen Bieter-Automatismus ein. Das heisst: wer auch immer ein Angebot abgab, wurde bis zu einem Preis von 301 Franken von ihr überboten.

Es kam, wie es kommen musste: Bei 301 Franken stiegen die Mitbieter aus. Damit ersteigerte «moebeltrend» die gesamte Weihnachtsbeleuchtung gleich selber. Dann die grosse Ernüchterung, denn eigentlich wollte sie diese Deko für die winterliche Strassenverschönerung gar nicht kaufen. Sie postet die Neuigkeit auf ihrer Facebook-Pinnwand – und erntet Häme. Selbstkritisch kommentiert sie: «bi es … Poulet. Cheibe Züggs, wo häre dermit?»

Inzwischen schrieb sie Tourismus Arosa, und teilte mit, sie wäre bereit, auf die Beleuchtung zu verzichten. Sie würde natürlich auch die 302 Franken bezahlen. Denn die goldene Ricardo-Regel heisst: gekauft ist gekauft. Jetzt überlegt sie sich, ob sie Arosas blau-weiss-gelbe Weihnachtssterne nicht einer kleinen Gemeinde schenken könnte.

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Written by Otto Hostettler

16. Juni 2010 um 15:49

Veröffentlicht in Gesellschaft, Konsum

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2 Antworten

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  1. Ist ja wirklich toll im Besitz dieser Beleuchtung zu sein, falls jedoch jemand Interesse hat daran. Melden Sie sich doch bitte. 🙂

    Fabienne Griessen

    18. Juni 2010 at 10:42

  2. […] Hinterlasse einen Kommentar » Die alte Weihnachsbeleuchtung von Arosa bleibt vorläufig dort, wo sie bisher schon war. In Arosa.  Zwar wurde sie von der Ricardo.ch-Kundin «moebeltrend» für 302 Franken ersteigert. Doch eigentlich wollte die Frau die zehn Deko-Sternen-Elemente, jedes davon sechs Meter lang, eigentlich gar nicht. […]


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