Otto Hostettler's Blog

(Nestlé)-Werbung darf alles

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Der Nestlé-Werbespot trägt dick auf: Die Frühstücksflocken seien gut für die Linie, behauptet der Nahrungsmittelkonzern. Auch wenn einer der wichtigsten Bestandteile Zucker ist.

Die Lady turnt elegant über die Verpackung. Schlank und rank, schön geschwungen die Linie. Das Produkt heisst «Fitness», Nestlé nennt es «Frühstücks-Cerealien». Früher nannte man dies Cornflakes. Im neuen Werbespot säuselt die Stimme: «Fitness kann Dir helfen, Deine Linie zu halten».

Soso. Neben Getreide enthalten die Nestlé-Cornflakes vor allem eines: Zucker. 100 Gramm Cornflakes enthalten 78,4 Gramm Kolenhydrate, davon sind 17,2 Gramm Zucker. Die Fitness-Flakes enthalten somit vier mal mehr Zucker, als beispielsweise die Cornflakes von Migros Budget. 100 Gramm Migros-Budget-Flakes enthalten nur gerade 4 Gramm Zucker.

Aber eben: Der Nestlé-Werbespot verspricht ja auch nicht, «Fitness» mache schlank. Die Frühstücksflocken «können» nur «helfen», die Linie «zu halten». Merke: Mit einer einfachen «kann»-Formulierung ist alles geregelt.

Das ist fast wie bei der Deklaration der Inhaltsstoffe und Nährwerte. Auf der Etikette des «Oasis»-Drinks von Migros zum Beispiel prangt eine riesige Mango und suggeriert dem Konsumenten einen Fruchtcocktail. Tatsächlich aber enthält der Drink gerademal 0,07% Mango.

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Written by Otto Hostettler

7. Januar 2011 um 14:13

Veröffentlicht in Konsum, Wirtschaft

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