Otto Hostettler's Blog

Nervensäge Olaf Tank gibt auf

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Olaf Tank, Geldeintreiber vieler Abo-Fallen im Internet, macht sein Büro dicht. Endlich.

Der Anwalt aus Osnabrück nervte auch in der Schweiz unzählige Internetnutzer. Er verschickte Abertausende von Rechnungen und Mahnungen für angebliche Abos von nutzlosen Internetdiensten und galt als einer der wichtigsten Geldeintreiber der Internet-Abzocker. Beim Beobachter-Beratungszentrum meldeten sich seit 2006 tausende von Ratsuchenden und beklagten sich über die rüden Methoden des deutschen Anwalts.

Für Olaf Tank wurde die Luft dünn. In Deutschland sind über 4000 Foderungsklagen gegen ihn hängig. Jetzt hat Tank offenbar sein Büro in Osnabrück Hals über Kopf geschlossen. Wer ihm eine E-Mail schickt, erhält neuerdings eine automatische Antwort. Darin bestätigt er, dass er mehrere Mandate niedergelegt habe. Darunter sind auch die Firma der wohl bekanntesten Abo-Abzocker, der Gebrüder Schmidtlein (Redico OHG, www.lexikon-heute.com etc.) und die Content Service GmbH (www.opendownload.de etc.).

Olaf Tank, der bisher nie Anfragen von Medien beantwortete, liess der Osnabrücker Zeitung ausrichten, er habe «alles niedergelegt», die Kanzlei werde aufgelöst.

An Stelle von Tank sind aber bereits andere Geldeintreiber getreten. Aufgetaucht sind Aufforderungsschreiben, die von einem «RA Peter Schneider», «RA Jens Riedel» oder «RA Peter Schmidt» unterzeichnet sind. Dabei handelt es sich offenbar um falsche Namen. Pikant: «RA Jens Riedel» gibt als Absenderadresse die erste Kanzlei von Olaf Tank an. Dieser wiederum betont: «Diese Schreiben stammen nicht aus unserer Kanzlei.» Ob er aber dennoch weiterhin in das Inkassowesen zwielichtiger Firmen involviert ist, bleibt offen.

Wer Rechnungen und Mahnungen für Abo-Fallen erhält, sollte diese nicht bezahlen, sondern die Forderung per Brief oder E-Mail bestreiten und alle weiteren Mahnungen und Drohungen ignorieren. In der Schweiz ist bisher von keinem Fall bekannt, bei dem die Abzocker den Betrag gerichtlich eingefordert hätten.

Nützliche Informationen, Merkblätter etc: «Vorsicht Falle», die schwarze Liste des Beobachters.
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