Otto Hostettler's Blog

Posts Tagged ‘Bundesamt für Strassen

Überflüssige Schilder: Die «Nicht-Verboten»-Kategorie

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Kein Zweifel, es gibt viele überflüssige Verkehrsschilder, deshalb möchte das Bundesamt für Strassen deren Zahl stark reduzieren. Ein schönes Beispiel findet sich beispielsweise hier.

Erstaunlich ist aber auch, was man ausserhalb der Strassen mit Schildern regeln kann. Es gibt die Kategorie der Verbote. Dieser Bereich ist endlos, das wohl bekannteste Verbot: «Betreten verboten» (macht auf Baustellen auch Sinn).

Per Schild kann man aber auch all das regeln, was NICHT verboten ist. Das macht zwar eigentlich keinen Sinn, ist dafür aber lustig. Denn hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Im Marzili (Bern) etwa regelt jemand, dass an einem bestimmten Ort das «Fussballspiel» NICHT verboten ist (danke Fabi, für das Bild, sensationell! übrigens: Fabi entdeckt immer wieder tolle Sachen. z.B. die Weihnachtsbeleuchtung von Arosa).

Item. In Anlehnung an dieses Schild im Marzili könnte man bei jeder Strassenkreuzung  «rechts abbiegen nicht verboten» signalisieren. Oder vor der Ampel: «bei Grün ist die Weiterfahrt nicht verboten». OK, wir wollen nicht grübeln. Das Bundesamt für Strassen hat es ohnehin schwer genug mit seinem Ziel, 20 Prozent der heute rund 800’000 Schilder abzuschrauben. Denn viele Tafeln stehen auf Kantons- oder Gemeindegebiet. Hier sind die Kantone oder die Kommunen zuständig. Die Absicht des Bundes bleibt also weiterhin eines: ein frommer Wunsch.

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Written by Otto Hostettler

26. August 2010 at 13:55

Verkehrsschilder: Mindestens eines ist überflüssig

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Es gibt sie also doch, die überflüssigen Verkehrsschilder. Ein Aufruf in diesem Blog blieb bisher folgenlos, fast bin ich geneigt, einzusehen, dass alle absurden Schilder auf Schweizer Strassen einen tieferen Sinn haben. Doch die Einsendung des Bloglesers Sigi Schmolke (im Bild: Uferpromenade bei Auvernier NE) zeigt: Mindestens ein Verkehrsschild könnte ersatzlos demontiert werden.

 Denn: Was will uns dieses Verbotsschild sagen?

 a) Tauchen entlang des Ufers verboten

b) Tauchen auf der Strasse verboten

b) Überfahren von Tauchern verboten

Zur Erinnerung: Das Bundesamt für Strassen will die Zahl der Verkehrsschilder reduzieren. Viele Schilder sind schlicht überflüssig, weil die Situation offensichtlich und selbsterklärend ist. Andere Schilder sind unverständlich und manchmal ist es schlicht die unglaubliche Ansammlung von Hinweisen, Verboten und Vorschriften, die Verkehrsteilnehmer vor Rätsel steht.

Doch kann die Anzahl Schilder auf Schweizer Strassen tatsächlich reduziert werden? Der Föderalismus und die weitgehende Autonomie von Gemeinden könnte die Pläne des Bundesamts für Strassen durchstreichen. Vielerorts entscheiden nämlich Kantone und Gemeinden über die Strassensignalisation – und nicht der Bund.

Written by Otto Hostettler

3. August 2010 at 15:36

Überflüssige Verkehrsschilder: wer kennt Beispiele?

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Roden im Schilderwald: Das Bundesamt für Verkehr will die Zahl der Verkehrsschilder auf Schweizer Strassen reduzieren.

Schätzungsweise gibt es bis zu 4 Millionen Verkehrsschilder, die genaue Zahl ist unbekannt. Jetzt sollen 20 Prozent davon verschwinden, bis 800’000 Schilder sind also überflüssig. Eine gute Idee, denn tatsächlich gibt es zig Schilder, die überflüssig sind. Doch sind es tatsächlich nur Signaltafeln wie «Achtung Steinschlag», ein Gefahrensignal aus den 60er Jahren, die nach Meinung der Bundesbehörden überflüssig sind?

Viele Hinweise und Verbote sind deshalb unnötig, weil die Situation auf der Strasse ohnehin klar ist. Andere wiederum geben den Verkehrsteilnehmern unverständliche, teils sogar widersprüchliche Anweisungen. Oft ist es auch schlicht unglaubliche Ansammlungen von Schildern, die für kopfschütteln sorgen. Da entsteht gerne mal der Eindruck, die Schilder seien einfach Resulat behördlicher Überreglementierung.

Wer kennt besonders absurde Beispiele? Senden Sie ein Bild Ihres Lieblings-Verkehrsschilds (mit Hinweis auf den Standort) an: otto.hostettler@beobachter.ch – oder posten Sie es direkt als Kommentar.

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Written by Otto Hostettler

14. Mai 2010 at 09:57