Otto Hostettler's Blog

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Facebook: Woah! Ich kann nicht glauben…

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Running Gag: Wer glaubt, mit einer App zu sehen, wer sein Facebook-Profil besucht hat, liegt falsch. Viel wahrscheinlicher ist, dass er oder sie gerade einem Spammer seine E-Mail-Adresse weitergegeben hat.

facebookDie Meldung ist wie ein Komet. Alle paar Wochen kommt sie wieder. Weil immer wieder jemand schnell schnell drauf clickt. Jetzt ist Corinne, meine Schulkollegin aus Urzeiten, hereinhefallen. Sie kann sich trösten, sie ist nicht alleine. Hätten sie alle die Meldung richtig gelesen, wären sie skeptisch geworden. Denn es beginnt schon in holprigem Deutsch: «Woah! ich kann nicht glauben kann man schon sehen, wer Dein Profil gesehen.» Oder: «Ich kann sehen, dass ich nur ganz wenige Besucher haben.»

Manchmal heissen diese Meldungen auch “Wer hat Dein Profil besucht” oder “Top-Besucher”. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie funktionieren nicht, sondern haben einen ganz anderen Sinn. Denn anders als bei Xing oder StudiVZ gibt es bei Facebook keine Funktion, die zeigt, wieviele (oder welche) Besucher auf dem eigenen Profil waren. Viele Nutzer wissen das eigentlich und clicken trotzdem auf die App, aus reiner Neugier. Doch was die meisten Nutzer nicht wissen: Mit einem click postet man diesen Link an die Pinwand seiner Freunde – und schickt dem Programm-Betreiber gleichzeitig Informationen zu seiner eigenen E-Mail-Adresse. Denn hinter solchen Progrämmchen stecken meist dubiose Händler von E-Mail-Adressen. Denn Facebook ist auch ein Paradies für Spamer und Adresshändler. Weil es an neugierigen Facebook-Nutzern nicht mangelt, wird die Fake-App immer weitergereicht. Auch wenn alle wissen, dass sie nicht hält, was sie verspricht.

 

Written by Otto Hostettler

14. Dezember 2012 at 21:46

Facebook: WOW, jetzt kannst Du sehen, wer gwundrig und naiv ist

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Facebook hat praktische Funktionen. Aber es gibt – wie im realen Leben – auch Überflüssiges, Lästiges. Spam zum Beispiel. Auf den Wurm «Wow, jetzt kannst Du sehen, wer sich dein Profil anschaut» fallen besonders viele herein. Aus Gwunder und Naivität.

Die Meldung kam dutzendfach herein: XY möchte Dich zur Veranstaltung «Wow Jetzt kannst Du sehen, wer Dein Profil ansieht» eingeladen. Gwundrig, wie Mensch halt ist, klicken viele Facebook-Nutzer den Link an. Sie denken, ein «Freund» teile ihnen etwas interessantes mit. Was sie aber nicht wissen: Damit werden sie auf eine externe Seite geladen, die über einen Java-Script eine Kettenreaktion auslöst. Den Link mit der spannenden Bezeichnung wird an alle seine Freunde weiter gesendet. Auf Deutsch: Spam, getarnt als Veranstaltungseinladung.

Wer das tut, outet sich unfreiwillig gleich noch selber und verbreitet mit einem geposteten Link, wer angeblich am häufigsten auf das eigene Profil zugegriffen habe. Dabei präsentiert der Wurm eine Rangliste mit jenen «Freunden», die am häufigsten das Profil besucht haben sollen. Doch offensichtliche Phantasiezahlen, sie sind bei unterschiedlichen Nutzern, die in die Falle getappt sind, sogar identisch.

Damit nicht genug: Der Wurm gräbt sich in das Profil des Nutzers ein. Er versendet – ohne Wissen der User – Chat-Nachrichten an Freunde, die gerade online sind. Mit der gleichen perfiden Empfehlung.

Written by Otto Hostettler

28. April 2011 at 13:35

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