Otto Hostettler's Blog

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Ein Staubsauger namens Facebook

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Die benutzerorientierte Werbung erreicht neue Qualitäten: Offensichtlich wertet Facebook auch aus, was Nutzer sonst noch so auf dem Computer schreiben.

FB-InseratNeulich im Eigenversuch festgestellt: Auf der Verkaufsplattform Ricardo suchte ich nach Snowboards. Kurze Zeit später ein Klick zu Facebook. Und siehe da: Am rechten Rand erscheint die bezahlte Werbung der Auktionsplattform. Solche benutzerdefinierte Werbung kennt man auch von Google. Wer über sein Gmail-Konto jemandem beispielsweise eine Nachricht schreibt und über die Euro-Krise in Griechenland schreibt, wundert sich längst nicht mehr über die Hotel-Annoncen.

Der neuste Eigenversuch war nicht geplant: Ich schreibe an einem Text im Programm von Open Office, der Inhalt dreht sich um den Begriff Stammbaum. Minuten später ein Klick auf Facebook. Und siehe da: Am rechten Rand erscheint bezahlte Werbung von einem kommerziellen Anbieter genealogischer Dienstleistungen. Dazu der Text: «Erstelle kostenlos deinen Stammbaum und erfahre mehr über deine Familiengeschichte:»

Die Frage drängt sich auf: Ist das nur Zufall? Was weiss Facebook eigentlich von mir? Was wertet Facebook aus? Wie funktioniert dieser Staubsauger?

Haben auch Sie solche Zusammenhänge beobachtet? Meldung bitte an: otto.hostettler@beobachter.ch

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Written by Otto Hostettler

30. Januar 2014 at 22:30

Veröffentlicht in Datenschutz, Internet

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Abt. für dumm verkauft

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Bei Coop kann man jetzt Verpackungen sogar öffnen. Easy.

20130703-213338.jpgCoop hat eine bahnbrechende Neuerung eingeführt: In Plastik verschweisste Fleischwaren kann man neu auch öffnen. Nein, das ist nicht selbstverständlich. Das war auch nicht immer so. Zwar ist jeweils eine Ecke etwas weniger kompakt verschweisst, doch so richtig packen und von der Plastikunterschale wegziehen kann man die Folien nicht. Wer die Schere zur Hand nimmt flucht und schneidet sich entweder in die Hand oder ins (Tier)-Fleisch.

Fazit: Je nach Gschick lässt sich das Plätzli schneller oder weniger schnell von der Verpackung befreien.

Jetzt wird alles anders. Der neue Verschluss heisst «easy to open» und: Er lässt sich wirklich very easy open. Aber die Frage drängt sich auf: Warum war die Verpackung eigentlich bisher NICHT easy zu öffnen?

Ein Schelm, der denkt, die mühsame Verpackung habe sich deshalb so lange halten können, damit die Neuerung jetzt werbewirksam präsentiert werden könnte. Das wäre nun ja wirklich very easy durchschaubar.

Written by Otto Hostettler

3. Juli 2013 at 20:36

Veröffentlicht in Konsum, Wirtschaft

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